Peter Knorn

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Darf ich vorstellen? Sein Name ist Knorn,
Peter Knorn, besser bekannt als Fargo-Peter. Seit sechs Jahrzehnten rührt und schüttelt er sich, durchlebt und stirbt beinahe täglich einen Wachtraum, in der Hoffnung, dass dieser Traum ein schadloses Ende nehmen wird. Die Person Knorn könnte im Grunde jeder sein. Irgendein zunächst harmloser, braver 16-Jähriger, der unverschuldet in die vermeintlich glitzernde Welt des Rock’n’Roll geriet und sich 1973 entschied, Musiker zu werden, genauer gesagt: Rockmusiker. Bis 1993 war er als Bassist an einem guten Dutzend Albumproduktionen beteiligt und verteidigte sie mit seinen Bands Fargo und Victory bei vielen hundert Konzerten in der ganzen Welt. Anschließend stand er nicht mehr auf der Bühne, sondern dahinter, setzte Dinge für andere Bands in Bewegung, war zehn Jahre lang Manager international bekannter Rockgrößen und führte eine eigene kleine Plattenfirma. Wenn man so lange einem handverlesenen Kreis angehört hat, deckt man bewusst oder unbewusst Ungereimtheiten auf. Vorkommnisse, die dem Außenstehenden zunächst nicht auffallen, die aber dennoch höchst brisant sein können. Jetzt muss die Wahrheit ans Licht, und zwar nicht scheibchen-, sondern seitenweise. Die Welt soll endlich erfahren, warum manche Bassisten im Studio einen Stuntman brauchen, warum sich Sänger am liebsten an der Schulter von Bassisten ausheulen, und dass Bassmänner im Grunde friedfertige Herdentiere sind – wenn sie nicht gereizt werden. Und wenn doch? Dann – bitteschön – soll es allen Strebern durch Knorns intelligenten Wortwitz und seine bisweilen wunderbar hanebüchenen Wortspielereien an den Kragen gehen. Auch auf die Gefahr hin, dass sich daraus eine rätselhafte Suizidwelle entwickeln könnte. Denn eines ist mal klar: Die Aktivitäten des Hannoveraners mögen sich in etwa gleichem Maße beruhigt haben wie die Nerven seiner Nachbarn, doch seine spitze Feder könnte mühelos alte Wunden aufreißen.

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